Alexander Zinn

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Die soziale Konstruktion des
homosexuellen Nationalsozialisten

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Zu Genese und Etablierung eines Stereotyps.
Frankfurt/New York 1997: Peter Lang, 247 S., 46,95 €.

Während die Nazis Homosexuelle in Konzentrationslager verschleppten, brachten deutsche Emigranten Homosexualität und Faschismus in einen ursächlichen Zusammenhang, ja setzten beides sogar gleich. So behauptete die sozialdemokratische Exilzeitung Volksstimme Ende 1934, daß die »NSDAP geradezu zur Bewegung der Homosexuellen geworden« sei.

In einer fundierten Untersuchung rekonstruiert der Autor die vergessene Geschichte des Stereotyps von den homosexuellen Nazis. Eines Stereotyps, das auch eine aktuelle Dimension hat, wie die Diskussionen über eine angebliche Homosexualität von Jörg Haider (vgl. Weltwoche vom 9.3.2000) oder Ussama Bin Laden (vgl. taz vom 23.2.2002) zeigen.

»Zinn liefert eine gewissenhafte und detaillierte historische Analyse der Frage, wie Antifaschisten in den dreißiger Jahren Nationalsozialismus mit Homosexualität in Zusammenhang brachten. Das Buch ist verständlich geschrieben und beruht auf gediegenem historischem Quellenstudium.«
Harry Oosterhuis, Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften

»...urteilssicher, detailreich und geradezu spannend... Die Resultate dieser Arbeit verdienen die Aufmerksamkeit aller, die sich für die Geschichte der Homosexuellenverfolgung in ihren mannigfaltigen Formen interessieren, aber auch all derer, die ganz allgemein die Entstehung und hartnäckige Verbreitung von Stereotypen zu begreifen versuchen.«
Prof. Dr. Hans Joas, Freie Universität Berlin

»The book sheds further light on a dark period of human history and is a long step in the deconstruction of a persistent stereotype that has been too long with us.«
Hubert Kennedy, Journal of Homosexuality

Zum Artikel der Weltwoche
Zum Artikel der taz